Im Bedarfsfall erfasst die Personenauskunftsstelle (PASt) des DRK-Kreisverbandes Mannheim Personendaten, wertet diese aus und stellt bei Personensuchanfragen wichtige Informationen zum Verbleib der/des Gesuchten zur Verfügung. Die Informationen zu Verletzten bzw. unverletzten Personen und Einsatzkräften werden sowohl manuell als auch digital erfasst und Auskünfte über deren Verbleib gegenüber besorgten Angehörigen erteilt. Die DRK-Personenauskunftsstelle (PASt) des Kreisverband Mannheim besteht aktuell aus 19 ehrenamtlichen Mitarbeitenden.
Aufgaben der PASt beim Katastrophenfall, Großschadensereignissen, Großveranstaltungen und anderen Gegebenheiten (z.B. Evakuierungsmaßnahmen):
- Personenauskunftsstelle einrichten und betreiben: Aufbau einer zentralen Anlaufstelle für Suchanfragen, die Koordination des Auskunftswesens und die Zusammenarbeit mit der Einsatzleitung und den beteiligten Hilfsorganisationen.
- Betroffene Personen registrieren: Entgegennahme und Verarbeitung von Informationen über verletzte, erkrankte und unverletzte Personen. Grundlage sind insbesondere die Registrierungen durch Einsatzkräfte vor Ort, etwa im Sanitäts- und Betreuungsdienst.
- Personendaten erfassen und auswerten: Verarbeitung von Registrierkarten und Meldungen, Pflege der Datenbestände sowie Abgleich von Suchanfragen mit den erfassten Betroffenen- und Verletztenmeldungen.
- Suchanfragen entgegennehmen: Aufnahme telefonischer und persönlicher Anfragen von Angehörigen und anderen Suchenden, die wissen möchten, ob eine bestimmte Person betroffen ist und wo sie sich befindet.
- Verbleib von Personen klären: Zusammenführen von Suchanfragen und vorhandenen Informationen, um festzustellen, wo sich gesuchte Personen befinden und ob sie beispielsweise in einem Krankenhaus oder einer Notunterkunft aufgenommen wurden.
- Angehörige informieren:Auskunft über den Verbleib gesuchter Personen an berechtigte Angehörige erteilen, soweit die Informationen vorliegen und die geltenden Datenschutz- und Auskunftsregeln dies erlauben.
Im Falle eines Konfliktes im In- oder Ausland mit deutscher Beteiligung übernehmen die ehrenamtliche Einsatzkräfte der Personenauskunftsstelle in den DRK-Bereitschaften mit ihren vorhandenen Strukturen, ausgebildeten Einsatzkräften und Verfahren zusätzlich einen wesentlichen Teil der praktischen Arbeit des Amtlichen Auskunftsbüros (AAB). Damit wird ihre vorhandene Leistungsfähigkeit für einen anderen, völkerrechtlich geregelten Auftrag eingesetzt. Die konkreten Zuständigkeiten, Datenfelder und Meldewege richten sich nach dem geltenden AAB-Konzept und den Aktivierungsvorgaben. Die PASt kann insbesondere die operative Datenerfassung, Datenverarbeitung und Auskunftsbearbeitung unterstützen. Welche Aufgaben sie dann im Einzelfall übernimmt, legt die zuständige AAB-Führung fest.
Im normalen Katastropheneinsatz registriert die PASt beispielsweise Verletzte, unverletzte Betroffene und Vermisste eines Zugunglücks. Im AAB-Konfliktfall geht es dagegen um einen besonderen völkerrechtlichen Auftrag: die Erfassung von Kriegsgefangenen und Zivilinternierten der gegnerischen Partei, die sich im Gewahrsam Deutschlands befinden.
Interesse an der PASt geweckt?
Wir freuen uns über Ihr Interesse! Bitte wenden Sie sich für ein Ehrenamt per E-Mail an uns oder telefonisch unter der Nummer: 06213218135.
