Einweihung DRK-Familienzentrum „Rose“ - Kreisverband Mannheim e.V.
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Einweihung DRK-Familienzentrum „Rose“

v.l.: Bürgermeister der Gemeinde Ilvesheim Thorsten Walther, DRK-Präsident Tobias Locher, ehemalige DRK-Geschäftsführerin Christiane Hammoudi, Vorstandsmitglied der Hector Stiftung Uwe Bleich, Landrat Rhein-Neckar-Kreis Manuel Just

Deutsches Rotes Kreuz weiht Familienzentrum „Rose“ mit Schutzwohnen für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder in Ilvesheim ein.

Nach mehr als drei Jahren Planungs- und Bauzeit war es am 11. August soweit: Der Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Mannheim e. V. (DRK-KV Mannheim) weihte sein neues Familienzentrum „Rose“ mit angeschlossenem Schutzwohnen in Ilvesheim ein. Die Einrichtung umfasst künftig 28 Schutzplätze für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder und wird vom DRK im Auftrag des Rhein-Neckar-Kreises betrieben.

Bei dem Familienzentrum handelt es sich nicht um ein herkömmliches Frauenhaus, sondern um eine Einrichtung mit modernen Standards und einem offenen Konzept. Offen bedeutet hierbei, dass Standort und Nutzung der Immobilie öffentlich bekannt sind. Gleichzeitig gewährleistet das DRK durch moderne Sicherheitsmaßnahmen den notwendigen Schutz für die Bewohnerinnen und ihre Kinder.

„Neben dem Bereich Schutzwohnen entsteht auch ein Begegnungsort, an dem wir aktiv Begegnung im Sozialraum schaffen und Beratungsangebote vorhalten werden“, erklärte Tobias Locher, Präsident des DRK-KV Mannheim.

Mit dem Familienzentrum unterstützt das DRK die Strategie des Rhein-Neckar-Kreises, den Landkreis aktiv zu gestalten und Angebote für Frauen und Kinder bereitzustellen, die von häuslicher Gewalt bedroht oder bereits betroffen sind. Dass das Thema „Gewalt gegen Frauen“ verstärkt im Fokus steht, zeigt sich an der hohen Landesförderung, die das Familienzentrum erhalten hat.

Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg fördert den Ausbau des Hilfesystems im Rhein-Neckar-Kreis in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Damit kommt das Land einer wichtigen Verpflichtung aus dem Gewalthilfegesetz nach. Die Schutzeinrichtung in Ilvesheim wurde zudem unter Berücksichtigung von Barrierefreiheit realisiert. Somit wird von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern ein weiterer sicherer Ort mit umfassendem Schutz, Beratung und Unterstützung im Rhein-Neckar-Kreis geboten. Staatssekretärin Petra Krebs: „Mit dem offenen Konzept dieses Frauen- und Kinderschutzhauses machen wir deutlich, dass Gewalt gegen Frauen mitten in unserer Gesellschaft stattfindet – und dennoch müssen sich betroffene Frauen und Kinder weder verstecken noch schämen. Dieses offene Angebot ergänzt das ebenso dringend benötigte anonyme Schutzangebot für hochgefährdete Frauen und ihre Kinder.“.

Dank der Förderung durch das Land Baden-Württemberg, der Unterstützung der Hector Stiftungen sowie zahlreicher privater Spenden konnte in Ilvesheim ein Ort der Sicherheit geschaffen werden. Die Sanierung des ehemaligen Gasthauses „Zur Rose“ erwies sich jedoch als deutlich anspruchsvoller als zunächst angenommen. Während der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass die Unterfangung des Haupthauses fehlte. Dies führte zu Verzögerungen im Bauablauf sowie zu erheblichen Mehrkosten. Gemeinsam konnte das Projekt dennoch gestemmt werden.

Dass sich das DRK auch künftig verstärkt für von Gewalt betroffene Frauen einsetzen möchte, zeigt sich zudem im Projekt „Second Stage“. Dieses soll Frauen über ihren Aufenthalt im Familienzentrum hinaus begleiten und ihnen weiterhin Betreuung sowie Unterstützung bieten.