Einsatzklar 2026: Zusammenarbeit trainieren, bevor auf sie im Ernstfall ankommt  - Kreisverband Mannheim e.V.
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Einsatzklar 2026: Zusammenarbeit trainieren, bevor auf sie im Ernstfall ankommt 

Das Kompetenztraining "Einsatzklar" für Einsatzkräfte fand am Samstag, 24. Oktober an der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried statt.

Mannheim. Am Samstag, 24. Oktober 2026, veranstalteten das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Mannheim e.V. (DRK-KV), der Malteser Hilfsdienst Mannheim, die Feuerwehr Mannheim, die PSNV Notfallseelsorge Mannheim und die Integrierte Leitstelle Mannheim in der Integrierten Gesamtschule Mannheim (IGMH) ein gemeinsames Kompetenztraining für Großschadenslagen. 150 Einsatzkräfte aus Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz trainierten dabei das Zusammenspiel in einer komplexen Lage. Im Mittelpunkt standen nicht einzelne medizinische Handgriffe, sondern das Zusammenspiel des gesamten Systems: Führung, Kommunikation, Raumordnung, Sichtung, Betreuung und Transport. 

Das Kompetenztraining „Einsatzklar 2026“ war bewusst anders aufgebaut als eine klassische einmalige Großübung. Die Lage wurde in mehreren aufeinander aufbauenden Durchgängen bearbeitet. Nach jedem Durchlauf wurden Beobachtungen und Prozessdaten strukturiert ausgewertet. Erkenntnisse aus der Reflexion konnten im nächsten Durchgang unmittelbar erneut angewendet werden. 

Das Grundszenario stellte die Einsatzkräfte vor eine Lage mit 40 dargestellten Patienten sowie 50 weiteren Betroffenen. Neben der Versorgung verletzter Personen mussten Führungsstrukturen aufgebaut, Einsatzräume geordnet, Betroffene registriert und betreut sowie Transportmittel koordiniert werden. Im späteren Verlauf wurde die Lage erweitert und dynamischer aufgebaut. Kevin Stiller, Leiter der Lehrrettungswache beim DRK-KV Mannheim erklärte, was ein solches Kompetenztraining für die Einsatzkräfte bedeutet: “Durch Wiederholungen können sich die Einsatzkräfte ausprobieren, neue Ideen umsetzen und stetig weiterentwickeln." 

Beteiligt waren hauptamtliche DRK-Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, ehrenamtliche DRK-Einsatzkräfte der Einsatzeinheiten, die Freiwillige Feuerwehr Weinheim, die Unterkreisführungsgruppe Weinheim, der Führungsstab des Rhein-Neckar-Kreises sowie Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung. Die Übung verband damit operative Einsatzkräfte mit mehreren Führungs- und Unterstützungsstrukturen. 

Die Auswertung solcher Übungen richtet sich ausdrücklich nicht auf die persönliche Leistung einzelner Einsatzkräfte. Bewertet werden beobachtbare Abläufe und Schnittstellen. Beispielsweise: Wie schnell entsteht ein gemeinsames Lagebild? Sind Zuständigkeiten klar? Erreichen Informationen die richtigen Stellen? Funktionieren Übergaben zwischen Rettungsdienst, Sanitätsdienst, Betreuung und Führung? Ziel ist, ein belastbares gemeinsames Systemverständnis herzustellen. Denn am Ende geht es bei Großübungen immer darum, Abläufe zu optimieren und Zusammenarbeit zu trainieren, um im Ernstfall Leben zu retten.