DRK übernimmt Schlüsselrolle bei mobiler Schlaganfallhilfe in Mannheim - Kreisverband Mannheim e.V.
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DRK übernimmt Schlüsselrolle bei mobiler Schlaganfallhilfe in Mannheim

von links: Professor Dr. med. Stefan Schönberg (Direktor Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin), Professor Dr. med. Uta Hanning (Direktorin Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie), Professor Dr. med. Michael Platten (Direktor Neurologische Klink) Vordere Reihe, v.l.n.r.: Ralph Schlusche (Direktor Verband Region Rhein-Neckar), Professor Dr. med. Carolin Hoyer (Oberärztin Neurologische Klinik), Daniel Albrecht (Rettungsdienstleiter DRK-Kreisverband Mannheim e.V.), Christoph Scherer (Geschäftsführer Integrierte Leistelle Mannheim) © Universitätsmedizin Mannheim

Mobile Stroke Unit in Mannheim im Einsatz

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Um Patienten künftig noch schneller helfen zu können, setzt die Universitätsmedizin Mannheim gemeinsam mit vielen Partnern, unter anderem dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband (DRK-KV) Mannheim e.V. auf die europaweit modernste mobile Schlaganfalleinheit, welche seit Mai in Mannheim im Einsatz ist. Das Einsatzfahrzeug bringt dabei speziell entwickelte Diagnostik direkt zum Patienten – personell ausgestattet vom Rettungsdienst des DRK-KV Mannheim.

Die Aufgaben des DRK gehen dabei weit über den klassischen Krankentransport hinaus. Das DRK übernimmt die komplette notfallmedizinische Einsatzkoordination der sogenannten „Mobile Stroke Unit“ (MSU)und sorgt dafür, dass das Spezialfahrzeug innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort eintrifft. Rettungsdienstleiter Daniel Albrecht betont, dass gerade die Erfahrung des DRK in unvorhersehbaren Notfallsituationen entscheidend sei. Die Einsatzkräfte müssen innerhalb weniger Minuten die Lage einschätzen, die Versorgung organisieren und gleichzeitig eng mit den Fachärzten der Universitätsmedizin zusammenarbeiten.

Was macht die MSU besonders?

Herzstück des Fahrzeugs ist ein hochmoderner CT-Scanner, mit dem bereits auf der Straße festgestellt werden kann, ob ein Gefäßverschluss oder eine Hirnblutung vorliegt. Dadurch kann die lebensrettende Therapie deutlich früher beginnen. Das Pilotprojekt gilt deutschlandweit als Vorbild für die moderne Notfallmedizin, gegenüber bestehenden Konzepten werden die Daten des CT-Scanner nicht im Fahrzeug, sondern mittels 5G-Technologie an die Universitätsmedizin Mannheim übermittelt und dort ausgewertet. Zunächst wird die Mobile Stroke Unit ausschließlich in Mannheim eingesetzt. Langfristig könnte das Konzept jedoch auf die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar ausgeweitet werden. Für das Deutsche Rote Kreuz bedeutet dies einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer noch schnelleren und effizienteren Notfallversorgung.

Mit dem Projekt zeigt das DRK eindrucksvoll, wie moderne Rettungsdienste heute arbeiten: hochprofessionell, technisch auf dem neuesten Stand und immer mit dem Ziel, Menschenleben zu retten.